Telde

File 209Die zweitgrößte Stadt Gran Canarias ist Telde und liegt im Osten der Insel. Das äußere Bild der Stadt prägen pastellfarben gestrichene Häuser in zitronengelb, babyrosa oder himmelblau mit flachen Dächern. Aber Telde hat neben seiner romantischen Erscheinung auch viel an Geschichte zu bieten. Von Telde aus regierte der guanchische König Guanarteme sein Königreich, das sich über den gesamten östlichen Teil der Insel erstreckte und darüber hinaus galt Telde vor der spanischen Eroberung als wichtiges Wirtschaftszentrum der Guanchen.
File 98Nach der Kolonialisierung Gran Canarias durch die Spanier bildeten sich zwei wichtige Stadtteile heraus. Einmal der Stadtteil San Juan und dann noch der Stadtteil San Francisco. In San Juan steht die Basílica de San Juan Bautista. Hier sollte man unbedingt gewesen sein, denn in ihrem Inneren befindet sich eine lebensgroße Statue von Jesus Christus, die von mexikanischen Indianern aus dem Mark von Maiskolben gefertigt wurde. Der Marktplatz vor der Basilika, die Plaza San Juan, ist von uralten Häusern im Kolonialstil umgeben und bietet einen traumhaften Anblick.
Der Stadtteil San Francisco hat seine eigene Kirche, nämlich die Iglesia de San Francisco. Von hier aus übte in früheren Zeiten der Bettelorden der Franziskanermönche seine seelsorgerischen Tätigkeiten aus. Die Plaza de San Francisco schließt sich an die Kirche an und ist ein Ort, an dem ehemals viele Händler und Krämer ihre Geschäfte hatten.
Ein wenig außerhalb von Telde gelegen befindet sich die Montaña de las Cuatro Puertas, was auf Deutsch so viel heißt wie, der Berg mit den vier Toren. Dieser Berg mit seinen vier künstlich angelegten Eingängen war in der Zeit der Guanchen ein heiliger Ort, an dem viele Rituale und Versammlungen stattfanden. Zudem war er von den guanchischen Ureinwohnern Gran Canarias bewohnt, davon zeigen die Wohnhöhlen, die sich durch den Berg ziehen.