Santa Brígida

File 203Santa Brígida liegt im Landesinneren, auf der nordöstlichen Seite Gran Canarias. In diesem etwas höher gelegenen Ort im Grünen, umgeben von geheimnisvollen Palmenhainen, romantischen Tälern und beeindruckenden Hügellandschaften, lässt sich noch die unverfälschte Nostalgie der Insel erleben.
Hier findet sich ein wirklich aufregender Ausflugsort, der naturbegeisterte Urlauber immer wieder zum Staunen bringt. Die Rede ist von der Caldera de Bandama. Diese bildet, zusammen mit dem Pico de Bandama, einem Berggipfel direkt neben der Caldera, ein Naturschutzgebiet namens Monumento Natural de Bandama. Den besten Überblick über die Caldera bietet der fast 600 Meter hohe Pico de Bandama. Von hier aus kann man sogar bis nach Telde und Las Palmas de Gran Canaria blicken. Vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit. Ein schmaler Trampelpfad führt bis zum Boden des Einsturzkraters. Vor allem der Rückweg ist mühsam, aber er lohnt sich allemal.
Auch die Cuevas de Bandama sind eine Entdeckungsreise wert. Diese prähistorischen Höhlen dienten den Guanchen, den Ureinwohnern Gran Canarias, als Wohnung und als Vorratsspeicher. Diese Menschen, die in der ältesten Periode der Menschheitsgeschichte lebten, investierten viel Arbeitsaufwand in den Ausbau ihrer Wohnstätte und versahen diese mit Treppen, Gängen, Fenstern sowie künstlich angelegten Zimmern. Am Höhleneingang kann man in Felsen gehauene Bilder bewundern.
Neben der atemberaubenden Natur rund um Santa Brígida, ist der Ort selbst auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier finden sich sehr viele wunderschöne, alte Häuser und prachtvolle Villen, die teilweise noch aus der Kolonialzeit erhalten sind. Santa Brígida ist ein Ort, in dem man die feinere Gesellschaft vorfindet und das hat Geschichte. Schon im 19. Jahrhundert waren die Briten von der malerischen Gegend so begeistert, dass sie sich hier niederließen und pompöse Villen sowie opulente Hotels errichteten.